Montag, 7. Oktober 2013

100 POSTS, YAY! // Story: Ester and the nightingale [german]

Hallo, hello et bonjour! :)



Feiert und tanzt mit mir! Der Blog Brifarile hat nun schon 100 Posts auf dem Buckel! Wahnsinn, oder? :) *tröööt*
Celebrate and dance with me! The Blog Brifarile is carrying 100 posts on its back! Crazy, huh? :)  
Celebrez et dansez avec moi! Le blog Brifarile contient déjà 100 articles. Incroyable, n'est-ce pas? :) 
  
Mit diesem Post eröffne ich ein neues "Kapitel" auf meinem Blog. Diesmal gibt es eine Geschichte zu lesen, zu der ich durch eine meiner Zeichnungen inspiriert wurde.
With this post, I start another "chapter" on my blog. I wrote a story I go inspired to by one of my drawings. Sorry, it's in german. >Google translate: You can find it on my blog, on the left hand side!
Avec cet article, je commence un autre "chapitre" sur mon blog. Cette fois, je vous présente une histoire. C'est un de mes dessins qui m'a inspirée à l'écrire. Désolée, l'histoire est écrit en allemand... >Google translate: On peut trouver cela sur mon blog, à gauche!

Ester und die Nachtigall





Es war einmal ein Mädchen, reich an Schönheit. Es erfreute sich seines Lebens, spielte im Sonnenschein und zauberte ein Lächeln auf die Gesichter jener Leute, die ihm begegneten. Doch am allerschönsten war seine helle, glockenklare Stimme. Seine Stimme veränderte die Herzen der Menschen. Ester war die Tochter des Königs und der Königin von Deen-Shalom. Alles schien gut zu sein. Doch eines Tages…



Ja, eines Tages erfuhr König Hedron von Ester, denn die Kunde von ihrer Schönheit und ihrer anmutigen Stimme hatte sich in Windeseile auch in seinem Land verbreitet. Hedron, ein König mit einem Herzen glatt und hart wie Stein, ertrug die Glattheit seines Lebens nicht mehr länger. Nichts wünschte er sich mehr, als dass sein Herz sich veränderte.

So schmiedete er den Plan, Ester zu entführen. Er wartete, bis die Nacht hereinbrach und man nicht mehr sehen konnte, wie sich Hedrons Soldaten in die Burg schlichen, die Wachen von Deen-Shalom außer Gefecht setzten und Ester mit rasendem Galopp zu Hedron brachten. Doch nicht nur die Pferde rasten, sondern auch Esters Herz. Was würde ihr nun passieren?



Ester wurde vor König Hedron gebracht. Sie sah seine eingefallenen, müden Augen und seinen dichten, schon etwas ergrauten Bart. In seinen graubraunen Augen loderte ein kleines Feuer, eine bläuliche Flamme. Diese Flamme in seinen Augen machte Ester Angst.



„Sing‘ für mich, Ester!“, erdröhnte Hedrons Stimme im ganzen Thronsaal. Alles, was nicht niet-und nagelfest war, vibrierte in einem unangenehmen Klirren mit. Ester zuckte zusammen. Sie sagte nichts, hielt ihren Kopf gesenkt.

„Ester, ich habe von deiner Stimme gehört. Nichts will ich mehr, als dass du mein Herz veränderst. So singe für mich! Nur für mich allein sollst du singen und für niemand sonst! Singe für mich Ester, erhebe deine Stimme!“

Ester tat, wie ihr geheißen. Sie öffnete ihren Mund, doch halt! Es kamen keine Melodien heraus! Mit weit aufgerissenen Augen versuchte Ester es noch einmal. Konnte das sein?

„Warum höre ich nichts? Wie lange muss ich noch warten?“

Doch es kam nichts. Ester verstand…ihre Stimme war im grauen Treibsand der Enge und der Dunkelheit verschwunden. Mit traurigem, aber festem Blick sprach Ester zum König: „Hedron, ich kann nicht für sich singen. Es steht nicht in meiner Macht.“

„Was erdreistest du dich? Was soll das bedeuten? Verweigerst du meinen Wunsch?“ Entrüstet erhob sich der Enttäuschte vom Thron und baute sich in seiner vollen Größe vor Ester auf. Doch das Mädchen wich nicht zurück. Mehr als die Wahrheit konnte es nicht sagen.

„Es ist mir nicht möglich, Hedron.“



Schnaubend, wie um sich zu beruhigen, stieß Hedron aus: „Nun gut…wenn du nicht singen willst, werde ich so lange warten, bis du es tust! Bis dahin werfe ich dich in den Kerker.“

Mit einem gewaltigen Krach fiel die schwere Holztür zu. Ester war gefangen inmitten eines Raumes voller Trostlosigkeit. Allein saß sie da und hörte das Wasser tropfen. Sie stieß tiefe Seufzer aus und stöhnte bei all der Grauheit, die sie nicht ertragen konnte.

„Ach, wieso bin ich nicht in Deen-Shalom bei Vater und Mutter? Was hat mir die meine Stimme gebracht? Gefangenschaft. Und jetzt hat auch meine Stimme mich verlassen…wer kann mir helfen?“ Plötzlich fiel Ester ein, zu wem sie sprechen konnte. Jemand, den sie nicht sehen konnte, aber von dem gesagt wurde, dass er dennoch da war. Ihr Vater und ihre Mutter trugen den Namen Hesayus in einem Medaillon, dicht am Herzen. Er war ihnen sehr wichtig und Ester wusste, dass sie Hesayu ihre Stimme zu verdanken hatte. Wenn er ihr die Stimme also gegeben hatte, wieso sollte er sie nicht wieder geben?

So fing Ester an, ihm ihr Herz auszuschütten, in der Tiefe der Nacht, hinter den dicken Steinmauern des Kerkers. Ester wusste nicht, wie lange sie so ihr Herz ausschüttete – es mussten wohl Tage gewesen sein – da hörte sie ein leises Flattern, wie ein Schlagen von Flügeln. Es wurde immer lauter. Plötzlich sah Ester durch ihren Tränenschleier einen kleinen, purpurnen Vogel. Es war, als würde eine Stimme sagen: „Ich habe eine Nachtigall zu dir gesendet, denn dieser Vogel ist in der Nacht zu dir gekommen. Ich habe dich nicht vergessen.“



Die Nachtigall neigte ihren Kopf nach links und nach rechts, hielt dabei die ganze Zeit ihren Blick auf Ester geheftet. Und Ester machte große Augen, als die Nachtigall auf ihre Hand flog. Kurz darauf erhob die Nachtigall ihre Stimme und sang die Lieder von Deen-Shalom, die Lieder, die Esters Herz so tief berührten, die Lieder, mit denen sie andere Leute zum Weinen oder Lachen gebracht hatte. Ester schloss ihre Augen, während die Nachtigall so sang, und sie sah vor ihrem Auge eine wunderschöne rote Blume, die langsam aufblühte und sich öffnete. Und sie wusste: Diese Blume war ihr Herz.

Nun fühlte sich Ester nicht mehr allein und es machte ihr nichts mehr aus, im Gefängnis zu sein. Denn die Nachtigall war bei ihr. Der Vogelgesang drang bis an das Ohr von König Hedron, der überstürzt zum Kerker hastete und die Tür aufriss, um zu sehen, woher diese Stimme kam. Und er sah die Nachtigall auf Esters Hand und begann, bitterlich zu weinen. Er zerfiel innerlich.

„Vergib mir, Ester, ich habe etwas Schlimmes getan! Ich habe meine Fehler lebhaft vor Augen, wie bringe ich sie zum Verschwinden? Sie schmerzen so sehr!“



Ester wusste: Nun konnte sie wieder singen. Sie wusste es einfach. So stimmte sie ein in die Melodie der Nachtigall und das Herz des Königs Hedron nahm Gestalt an. Es wurde bunt, weich und wunderschön. Die glatte Steinschicht war abgefallen. Es waren zwar noch ein paar Kanten da, aber die durften da sein. Hedron fiel auf die Knie und nahm Hesayu, der die Nachtigall geschickt hatte, in seinem Herzen auf.



Nach einem großen Fest und vielen Dankesbekundungen wollte Hedron Ester ziehen lassen. Und die Nachtigall blieb auf Esters Schulter. Hedron brauchte sie nicht, denn die Nachtigall hatte zuvor ihre Verwandten herbeigesungen. Sie sollten in Hedrons Reich bleiben und die Herzen verändern. Ester kehrte zurück nach Deen-Shalom und ihr Herz floss über von froher Kunde. Niemals würde sie vergessen, was Hesayu für sie getan hatte.






Was hat die Geschichte mit dir gemacht? Was hat sie in dir hervorgerufen? Schreib mir doch weiter unten einen Kommentar! :)
What has the story done with you? What did it cause in you? Be invited to write a comment below!:)
Qu'est-ce que l'histoire a fait avec toi? Qu'est-ce qu'elle a évoqué? Tu peux écrire un commentaire en bas! :)
 

Eure

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