Freitag, 6. Mai 2016

FVDLW #2: Ernährung

Ein kauendes Hallo!



Dies ist die Fortsetzung einer Blogreihe. Sie nennt sich "Frei von der Leber weg", kurz FVDLW. *HIER* findest du den ersten Post dazu. :)

Ich denke, ihr wisst es auch: Die Ernährungslandschaft ist weiiiit. 

Es gibt jene, die liebend gerne Donuts essen. Am Besten jeden Tag.
Manche können nicht ohne ihren Kaffee.
Andere schwören auf grüne Smoothies.
Zudem gibt es Menschen, die kein Fleisch essen.
Oder auch jene, die auf "high carb" vertrauen - ganz viele Kohlehydrate.
Umgekehrt fahren einige auch die Protein-Schiene.
Natürlich, Veganer gibt es auch! 

...soll ich weitermachen?
Nehmen wir das einmal zur Kenntnis. Die Ernährungslandschaft ist weiiiiiiit.

Was mich beunruhigt, sind zum einen die Tendenzen, ganz auf die eigene - "Strömung" nenne ich es einmal - zu setzen und die Stirn zu runzeln, wenn jemand einen anderen Flusslauf nimmt oder überhaupt gegen den Strom schwimmt. 
 
"Du weißt aber schon, was du da zu dir nimmst?"
"Boa ey, wieviele Kohlehydrate nimmst du denn zu dir?"
"Ist das nicht fad? Immer das selbe? Iss doch mal etwas anderes!"
"Wegen dir werden brutalst Tiere abgeschlachtet, weißt du das eh?" [DISCLAIMER: Ich weiß, dass man einen eigenen Post zur Thematik Fleisch/artengerechte Haltung/Wegwerfgesellschaft... schreiben könnte. Darüber kann man endlos diskutieren, aber an dieser Stelle ist es nicht mein Ziel. Ich zähle hier lediglich mögliche Aussagen auf, die gemacht werden.]

..soll ich weitermachen?

Zum anderen gibt es auch Personen, die keine bestimmte Ernährungsrichtung eingeschlagen haben und die "Strömungen" bewerten.

"Die ernähren sich echt eintönig, oder?"
"Sowas kann doch nicht gut sein."
"Ich sag's ja, sowas kann nicht gut gehen. Viel zu einseitig."
"Wie lang kann man so etwas durchhalten? Das geht doch nie."
"Das kann doch nicht schmecken!"

...soll ich weitermachen? ;) (schon gut, ich höre auf damit...)

Mir geht es nicht so sehr um das Diskutieren, welche Ernährung besser/die beste/die schlechteste ist. Das würde nirgendwohin führen bzw. besitze ich auch nicht das Fachwissen, um näher darauf einzugehen. 
Vielmehr sehe ich eine besorgniserregende Haltung auf beiden Seiten. 

Die einen halten total viel von der Art, wie sie sich ernähren. Das ist vollkommen in Ordnung. Doch wie schnell werden die Lebensstile anderer abschätzig betrachtet? Ganz leicht schleichen sich abwertende Gedanken ein oder gehen hochmütige Worte über die Lippen. Gerade im Internet ist es schockierend, wie sich manche die Köpfe einschlagen. Es scheint teilweise sogar, dass eine Ernährungsrichtung wie eine Religion praktiziert wird...es gibt einen Guru, um den sich viele Anhänger scharen und sich als Abgesonderte sehen. "Wie kannst du nur so leben! Ernähre dich doch von XY  das ist so viel besser!"

Die anderen haben nur ein Schulterzucken und ein Augenrollen für die Ernährungsrichtungen übrig. "Ja, wenn du meinst..." Auf so etwas Extremes möchte man sich nicht einlassen. Gerade dieses religiöse Element wird kritisch gesehen bzw. ist man der Meinung, dass diese Personen schlichtweg übertreiben. So etwas interessiert sie nicht. "Wie gut, dass ich nicht zu denen gehöre." Man ist womöglich von Angst motiviert, vom Unwissen über solche Ernährungsstile, vom Unverständnis über so etwas Törichtes. Sachen gibt's...die halten ja eh nicht lang.

Beide Seiten werden vielleicht sagen: "Aber wenn es doch so ist!!" Quid est veritas? Was ist Wahrheit?...Lassen wir das mal so stehen.

Bevor ich weiterschreibe, positioniere ich mich kurz mit meiner Ernährungsgeschichte.

Als ich klein war, hat mir meine Mama immer wieder einmal Apfelspalten vorbereitet. Sie hat recht ausgewogen gekocht - asiatische Küche mit europäischen Einflüssen. So etwas wie Fusion cooking ;) . Daheim hatten wir selten Limonaden oder Schokoladevorräte, wenngleich ich ein kleines Schleckermaul war (und bin.)
Als Teenager habe ich auf den Putz gehaut (aber wer hat das nicht? Wenn du als Teenager gesund gelebt hast, schreib doch deine Erfahrungen gerne als Kommentar, das interessiert mich! :) )...es gab ein Schulbuffet, wo ich mir regelmäßig eine Extrawurstsemmel, ein Twix, ein Snickers, Skittles,...geholt habe. Einmal, zweimal, dreimal am Tag. Auf dem Weg heim habe ich mir auch immer wieder die eine oder andere Kleinigkeit geholt. Natürlich gab's da auch die goldene Möwe mit ihren Burgern, Chicken Nuggets und Eiscreme...
Vor anderthalb Jahren stieß ich über das Internet auf die "Strömungen". Die erste war bei mir "low calories". Ich habe sehr viel Obst und Gemüse gegessen, wie zB Äpfel, Brokkoli, Blumenkohl...alles Sachen, von denen man viel essen kann bzw. muss, um auf seine Kalorien zu kommen. Daneben habe ich sehr oft grüne Smoothies getrunken. Irgendwann habe ich gemerkt, wie meine Energie schwindet, denn all diese Dinge hat der Körper sehr schnell verarbeitet. Und wie gesagt - ich bin bei weitem nicht auf meine Energiebilanz gekommen. Ich war schnell müde.
Dann habe ich den Sport für mich (wieder)entdeckt. Pilates, HIIT, Joggen, Krafttraining. Über letzteres stieß ich auf die proteinreiche Ernährung mit ausreichend Kalorien. So habe ich sehr viel eiweißhaltige Nahrungsmittel in meinen Ernährungsplan hineingepackt.  
Wohin hat mich das alles nun geführt?

Heute schätze ich Obst und Gemüse sehr, viel mehr als früher. Ich probiere gerne etwas Veganes aus,es schmeckt mir auch gut und ich weiß und merke, dass es mir gut tut. Außerdem habe ich wahrgenommen, dass mein Körper gut auf Proteine reagiert. Sie halten mich lange satt und ich kann Energie daraus ziehen, noch besser in Kombination mit langkettigen, hochwertigen Kohlehydraten und guten Fetten. Ein Beispiel: Ich nehme griech. Joghurt, Hühnerfleisch, Bohnen,... zu mir und kombiniere das mit Quinoa, Vollkornreis, Dinkelnudeln,... und Mandeln/Walnüssen/Olivenöl (natürlich so, dass es zusammenpasst). Wenig Kalorien, sowie viel Zucker oder einfache Kohlehydrate am Tag sind mein Verderben, da geht nichts mehr.

Ich habe gelernt,mich 
1.)bewusster
2.)gesünder/frischer
3.)einfacher
4.)autonomer
5.)genussvoller
6.)kreativer
zu ernähren. 

Ich finde vegane/vegetarische/mit Fleisch kombinierte/geschmackvolle Ernährung toll. Mich begeistern grüne Smoothies und Superfoods. Lecker finde ich aber auch Kuchen, Schokolade, Wurst. Am besten selbst gemacht. Und in Maßen. Wegen meines empfindlichen Magens und Darms habe ich gelernt, auf mich zu achten. Der Sport hilft mir bei einer ausgewogenen Ernährung.
Was ich überhaupt nicht mehr ausstehen kann, ist der Geschmack, den manche Dinge durch Konservierungsstoffe und Aromen erhalten, uäh. So etwas finde ich gar nicht lecker. 

So. Nun sind wir am Ende angelangt. 
Fragst du dich jetzt vielleicht: "What's your point?" - "Worum geht es dir nun in diesem Post?"
Was würdest denn du sagen? :)
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Ich kann festhalten: Es war mir wichtig, das Thema anzusprechen, ohne von vornherein gewisses Ziel zu verfolgen. Ich habe beobachtet, wie Leute zur Ernährung stehen. Ich habe gemerkt, wie wichtig es ist, zu wissen, was man zu sich nimmt und warum. Zu wissen,was einem gut tut und sich selber zu positionieren, anstatt sich nach Lust und Laune (besorgniserregend finde ich "emotionales Essen"- wenn man isst, um sich zu trösten, um sich ständig zu belohnen, um sich abzulenken...been there. done that. nicht schön.)
Ich finde es wichtig über sich zu wissen: "Warum esse ich so, wie ich es gerade tue?" und plädiere für eine Öffnung des kulinarischen Horizontes!

Was sind eure Gedanken dazu? Lasst mir gerne einen Kommentar da! :)

Eure Bernadette

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